Aachen Impressionen Teil 2

Aus dem Dressurviereck


Coby van Baalen und Olympic Ferro sind nach einem Jahr Verletzungspause in den internatonalen Dressursport zurückgekehrt. Nach zweimal Platz vier im Grand Prix und GP Special wollte es in der Kür nicht so recht funktionieren und es kam nur Platz zwölf heraus. In der Gesamtwertung um den Aachen Dressur- Champion wurde es immerhin noch Rang sieben.

Auch Ann Kathrin Linsenhoff und Renoir-Unicef hatten nach gelungenem Grand Prix und GP Special in der GP Kür zur Musik ihre Probleme (13.). In der Gesamtwertung kamen sie auf Platz zehn, waren allerdings in der Addition von Grand Prix und GP Special das drittbeste deutsche Paar gewesen..

Renoir-Unicefs Bewegungspotential ist höchstbeeindruckend. Wer sich über Renoirs Beinamen Unicef wundert, er und Ann Kathrin Linsenhoffs zweites internationales Pferd Wahajama-Unicef sind die ersten vierbeinigen Unicef-Botschafter der Welt. Ihr gesamtes Gewinngeld fließt in Unicef-Projekte. 

Wie Renoir-Unicef ist auch Relevant ein Nachkomme des Grand-Prix-Hengstes Rubinstein I. Mit der US-Amerikanerin Lisa Wilcox lieferte der Oldenburger Deckhengst eine hervorragende Kür-Vorstellung ab (4./78,72) und wurde in der Gesamtwertung Sechster. 

Ihr deutschstämmiger Landsmann Günter Seidel sorgte mit Nikolaus, der von Nadine Capellmann in den Sport gebracht wurde, ebenfalls für eine beachtliche Kür-Vorstellung (8./75,41) und in der Gesamtwertung für einen Platz unter den besten zehn Paaren (9.).

Ignacio Ramblas und der spanische Hengst Granadero hatten in diesem Jahr keinen so guten Auftakt im Grand Prix und verpaßten die Qualifikation für das CDIO-Kürfinale. Da in diesem Jahr aber nur drei Reiter pro Nation im Kür-Finale startberechtigt waren, gab es eine zweite CDIO Grand Prix-Kür und dort zeigte das Paar von der Königlich-Andalusischen Schule für Reitkunst noch einmal, was es kann. 

Auch Isabell Werth und ihr neunjähriger Apache OLD mußten mit nur dem viertbesten deutschen Mannschaftsergebnis mit der Trost-CDIO-Kür vorlieb nehmen (am Abend zuvor hatte sie mit Antony FRH schon die CDI-Kür gewonnen). Apache OLD zeigte sich mit herausragender Piaffe-Passage-Tour, aber hatte in allen drei Prüfungen Fehler in den fliegenden Galoppwechseln á tempi. 

Einen weiteren gekörten Rubinstein I-Sohn brachte Lisa Wilcox in der Kleinen Internationalen Tour erfolgreich mit Royal Diamond an den Start.

Auch hier fiel der Apfel nicht weit vom Stamm: Metropolitan, vorgestellt von Günter Seidel in der Kleinen Internationalen Tour, ist ein achtjähriger, überaus bewegungsstarker Sohn von Olympic Ferro (s. oben).
Text und Photos: Birgit Popp

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